Bildwitz in Schreibschrift 2: Materie

Das Leben könnte so schön sein – allerdings gibt es da eine Grundangelegenheit auf die ich angewiesen bin, gewisser Maßen, mit der ich mich aber nicht sonderlich Verstehe. Das ist die Materie. Die Materie und ich, wir werden wohl keine guten Freunde mehr. Materie strengt sich aber auch nicht sonderlich an. Sie könnte nur ein Wenig aufmerksamer sein. Wir leben nun schon so lange zu sammen und sie kennt doch meine Wünsche: Kein Schmerz zum Beispiel. Das ist so einer meiner Wünsche, und der ist doch nicht zu ausgefallen, oder?

Aber Meißtens ist Materie höchstens im Weg. Und das ärgert mich nunmal, denn morgens, wenn man wenig Zeit hat, versucht mans ab und an dann doch auf dem direkten Weg und wenn dann was im Weg ist, ärgert man sich nunmal. Aber mit der Materie kann man auch nicht diskutieren, sie versteift sich auf ihre Position – einfach nicht Kompromissfähig diese Materie. Außerdem engt sie mich ein, sie läßt mir nicht genug Freiräume. Da sie nie (!) versteht was ich will, versuche ich sie mit Ignoranz zu strafen, doch das macht das Ganze meißtens noch schlimmer: Ich renne dann im Dunkeln gegen die halb offen gelassene Klotür oder den quer gestellten Küchenstuhl (Diese Schlafzeiten!!).

Ja ich gebe es zu, sie hat auch schon Schönes für mich getan – wir hatten auch unsere guten Zeiten! Brüste zum Beispiel, dass mochte ich immer. Aber in letzter Zeit immer diese Ecken und Kanten, muss das sein? Und da ich so ein Freiheit liebender Mensch bin und genug wirklich genug ist, versuche ich jetzt seit einiger Zeit einen Schlußstrich zu ziehen. Doch irgendwie klappt es nicht so ganz. Materie ist einfach nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken.

Also, nun kennt ihr mein Problem, ich würde mich sehr über Hilfe freuen!

2 Responses to “Bildwitz in Schreibschrift 2: Materie”


  1. 1 Hannah Dezember 9, 2007 um 1:17 pm

    du sprichst mir aus der seele…
    immer diese materie.. immer diese schmerzen *ggg*
    aber das liegt an unserer faulheit: der kürzeste weg ist meistens der holprige (also der, der zu nah an ecken und kanten vorbeiführt *ggg*)
    grüßle

  2. 2 Karl Lauer Dezember 19, 2007 um 12:23 am

    Liebes Kulturmonster,

    lange vernahm ich nichts mehr von Ihnen, ich hoffe schwer, dass da nichts Schlimmes vorgefallen ist, und Sie mich doch eines Tages wieder mit dem ein oder anderen Eintrag vergnüglich stimmen werden.

    Hochachtungsvoll,

    Lauer, Karl
    (ein stiller Beobachter)


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